Der Dictionnaire étymologique de l’ancien français / DEAF ist ein etymologisch-linguistisches und zugleich ein historisch-philologisches Wörterbuch des Altfranzösischen.
Die Lexikographie des Altfranzösischen blickt auf eine lange Tradition zurück. Von den alten Glossaren und Wörterbüchern abgesehen, sind allein an mehrbändigen wissenschaftlichen Werken zu nennen: Du Cange 1678/1733/1766/1840-50, La Curne 1792/1872-82, Godefroy 1880-1902 und Tobler-Lommatzsch ca. 1880/1915-ca. 2002. Deren Materialien sind großteils integriert in das bis jetzt 25-bändige Französische Etymologische Wörterbuch von Walther von Wartburg, 1922 ff. (2002: Neubearbeitung B). Dazu kommt ein reiches einbändiges Wörterbuch zum Altfranzösischen Englands (12.-15. Jh.): Anglo-Norman Dictionary 1977-92 (in Neubearbeitung). Das beste einbändige Hilfsmittel für das Kontinentalfranzösische ist ein Glossar zu den Werken Chrestiens de Troyes. Seit 1872 gibt es Fachzeitschriften, die sich teilweise oder gänzlich der Wortforschung widmen. Die gut entwickelte Mundartforschung schließt die historische Komponente ein.
Der DEAF ist ein etymologisches Wörterbuch, das heißt, er erklärt die Herkunft der Wörter und zeichnet ihre Bedeutungsentwicklung nach. Um die Zusammenhänge deutlicher zu machen, ist der Wortschatz nach Familien geordnet. Titelwort ist jeweils das altfranzösische Wort, das sich direkt aus dem Etymon entwickelt hat. Die Gesamtanordnung ist alphabetisch, wodurch die Wörter unbekannter Herkunft an ihrem alphabetisch richtigen Ort stehen können. Die Darstellung der Etymologie bezieht das Neufranzösische und die Nachbarsprachen mit ein und beleuchtet insbesondere das Weiterleben des Etymons in anderen romanischen Sprachen. Es erfaßt die gesamtsprachliche Überlieferung. Belegstellen illustrieren die Bedeutungen.
Der DEAF umfaßt den Zeitraum von 842 (Datum des Straßburger Bündnisschwures zwischen Ludwig dem Deutschen und Karl dem Kahlen gegen Lothar I., in einer Handschrift von ca. 1000 überliefert in althochdeutscher und altfranzösischer Sprache, dem 843 der Vertrag von Verdun folgte, grob gesagt die Gründungsurkunde Deutschlands und Frankreichs) bis Mitte des 14. Jahrhunderts (Epochengrenze zum Mittelfranzösischen, philologisch und gesellschaftlich begründet).
Alle erreichbaren Materialien werden verwertet: Wörterbücher, Glossare, Texte literarischer und nichtliterarischer Natur. Jeder Wortbeleg wird identifiziert und verifiziert, zum Teil und immer wenn nötig direkt in den Handschriften. Um mit der langen Fehlertradition zu brechen, wird auf jeden größeren Irrtum eingegangen. Die Materialbasis wird stetig verbreitert und à jour gehalten. Der Zettelkasten enthält derzeit 1,5 Millionen Zettel, die auf etwa 12 Millionen Belege verweisen. Aus dieser Masse werden, nach Prüfung und Interpretation aller Belegstellen, alle altfranzösischen Wörter mit allen überlieferten Schreibweisen und mit allen Bedeutungen dargestellt und dabei auf die kompakte Artikelstruktur des Wörterbuches reduziert. Gezielte Exzerpte aus ertragreichen Primärquellen ergänzen kontinuierlich die Basis, womit das Wörterbuch dem Ideal einer Gesamtdarstellung der alten Sprache nahekommt, wenn auch tausende von altfranzösischen Texten noch nicht gesichtet oder ediert sind oder der Neubearbeitung harren. Gut belegte Wörter, Graphien, Bedeutungen oder semantische und enzyklopädische Gruppierungen werden in der Regel mit nur bis zu 10 Verweisungen belegt. Weitere Belege werden über Sekundärverweisungen einbezogen.
Weit stärker als heute war die französische Sprache in alter Zeit regional (dialektal) differenziert. Diesem Umstand trägt der DEAF Rechnung durch die Lokalisierung der Wörter, Wortformen, Bedeutungen und Texte. So wird zum Beispiel vermieden, daß Wörter gleicher oder ähnlicher Bedeutung, die in verschiedenen Regionen belegt sind, als von einem Sprecher alternativ verwendbare Wörter, d.h. als Synonyme betrachtet werden, und so der älteren Sprachstufe fälschlich ein großer Synonymenreichtum zugeschrieben wird. Wichtig ist die Korrektur dieser Sicht für die Literaturwissenschaft und auch für die Geschichtswissenschaft, wenn etwa klar wird, daß das rechtsverbindliche Signal zur Schließung des Marktes, hare!, zunächst auf die Marktstädte der Champagne beschränkt ist, sich später aber auf die Pikardie ausweitet. Durch die explizite oder über die Quellenanalyse mögliche (siehe Punkt 12) regionale Zuordnung wird auch die Mundartforschung in ihrer historischen Komponente auf eine sichere Grundlage gestellt.
Die Wortgeschichte (Etymologie verstanden nicht nur als Suche nach dem Etymon, sondern auch als Beschreibung der Bedeutungsentwicklung, der Zusammenhänge innerhalb und außerhalb einer Familie, etc.) wird neu durchdacht, neue Forschungen werden einbezogen, gegensätzliche Meinungen diskutiert; hierbei sollen alle romanischen Sprachen, vertreten durch die wichtigsten lexikographischen Hilfsmittel, berücksichtigt werden. Auch Entlehnungen aus dem Altfranzösischen in anderen Sprachen (z. B. dem Englischen, Deutschen, Italienischen) werden genannt. Besonders auffällig sind die Ergebnisse der etymologischen Untersuchung bei Wörtern, deren Herkunft bisher unbekannt war, oder die eindeutig falsch zugeordnet wurden. Obwohl die Etyma der französischen Wörter zu einem sehr großen Teil gänzlich unproblematisch sind, müssen die Wortgeschichten neu geschrieben oder überhaupt erst erarbeitet werden. Das gilt besonders für Wörter nicht lateinischer Herkunft. Jede Bedeutung wird datiert, nach Erstbeleg und Letztbeleg. Bei dünner Beleglage wird mehrteilig datiert. Dazu ermöglicht die Bibliographie über die Belegverweisungen eine präzise Feindatierung. Auch Graphien, das heißt Schreibvarianten, sind datiert oder datierbar durch die Belegverweisungen. Die Regeln erlauben mehrfaches Datieren und die Präzisierung von Manuskriptdaten. Über die Einbeziehung des Mittellateins wird ein zusätzlicher Bezug zu den europäischen Sprachen hergestellt.
Die erarbeiteten Bedeutungen werden im Prinzip in aristotelischer Manier syntagmatisch definiert. Den komplexeren Definitionen kann ein neufranzösisches (Pseudo-)Synonym zugeordnet werden. Ökonomie und Klarheit wird Raum gegeben. Die semantische Grobstruktur (meist eine oder wenige Bedeutungen) wird differenziert unter syntaktischen, stilistischen, sprachhistorischen und enzyklopädischen Gesichtspunkten. Hierunter fällt auch die Aufnahme von Kollokationen, Sprichwörtern, etc.
Zuordnungen zu Fachsprachen, Entlehnungstraditionen, Stillagen, Konnotationen, Textsorten, auch Frequenzangaben, eventuell in gewissen Textsorten, gehören zur semantischen Analyse; sie können als ‚Unterbedeutungen’ dargestellt sein.
Der DEAF ist kein Belegwörterbuch. Für Kontexte wird über Belegverweise auf Primärquellen oder auch auf Belegwörterbücher verwiesen. Aber jede Definition wird durch wenigstens einen Kontext illustriert. Das ist wichtig in einem Wörterbuch zur Sprache einer vergangenen Epoche. Mehr noch beim historischen Wörterbuch als beim modern-sprachlichen muß das Zitat das Sprachgefühl ersetzen. Es wird nicht zwingend der älteste Kontext zitiert, sondern der schönste. Vermehrte Kontexte können stilistische, enzyklopädische und andere Informationen vermitteln. Die Kontexte werden grundsätzlich aus Primärquellen entnommen, also nicht aus Wörterbüchern abgeschrieben. Das erhöht nicht nur die Qualität des Zitats, sondern bringt die richtige Identifizierung der Quelle mit sich, die Wahl der besten Ausgabe, gegebenfalls den Rückgriff auf weitere Versionen oder auf Handschriften, sowie, und das ist von großer Wichtigkeit, die richtige Einschätzung des Kontextes in seinem Umfeld im Text selbst und in der Textgattung. Das bedeutet allerdings, daß im Prinzip bei einem Wort mit 300 Belegstellen diese 300 Stellen aufgesucht und beurteilt werden müssen, um schließlich zu einem “Kondensat” von z. B. nur 3 Bedeutungen mit jeweils 10 Verweisen (Höchstzahl) und nur 4 Zitaten zu führen.
Der Rolle des DEAF als enzyklopädischem Schlüssel für die Epoche des Altfranzösischen wird viel Raum gegeben. Es mag gegen die reine Lehre der Lexikographie verstoßen, aber der enzyklopädische Aspekt erfüllt in einem historischen Wörterbuch eine zentrale Aufgabe: Kontexte und sachliche Informationen jedes einzelnen Artikels nutzen der gesamten Mediävistik. Teils sind diese Informationen Elemente der Definition, teils werden sie explizit im Kommentar oder durch die Markierung (s. Punkt 9) oder durch Hinweise auf der Ebene der zitierten Kontexte gegeben. Umgekehrt ist Wortforschung ohne Sachforschung nicht möglich. Die Interdisziplinarität ist hier naturgegeben. Verweise auf geschichtswissenschaftliche Hilfsmittel weisen über das Wörterbuch hinaus.
Die DEAF-Bibliographie ist nicht ein übliches Literaturverzeichnis, sondern ein umfassendes Arbeitsinstrument für die altfranzösische (auch mittelfranzösische und neufranzösische) Quellenkunde. Sie verzeichnet alle Quellen, alle je zitierten Textausgaben, alle Handschriften aller Texte; sie datiert Texte, Versionen und Handschriften; sie lokalisiert alle Texte und Handschriften; sie qualifiziert Editionen und Sekundärquellen; sie gibt Konkordanzen zwischen Texteditionen oder -versionen, zwischen Abkürzungen anderer Wörterbücher und dem DEAF, sowie zwischen anderen Bibliographien und der DEAF-Bibliographie. Das Sigelsystem des DEAF wird von der Zunft übernommen.
Der Ruf ad fontes kann als Devise der DEAF-Redaktion gelten. Alle Materialien stammen aus erster Hand, das heißt aus für zitierfähig erachteten Ausgaben. Mikrofilme und Bibliothekskonsultationen erlauben, wenn es nötig ist, das Zitieren aus Handschriften. Keine Information wird von vorgefertigten Zetteln übernommen; Datenbanken oder gedruckte Konkordanzen werden kritisch benutzt. Das altfranzösischen Lexikon kann nicht allein auf Primärtexte gestützt aufgearbeitet werden: Die lexikographische Tradition ist wertvoll und muß kritisch eingearbeitet werden. Alle Angaben sind überprüft und ihrerseits überprüfbar. Kritik ist implizit (im kleinen abweichende Zitate, Zahlen, etc.) oder explizit (Korrektur in Kurzform oder in Fußnote). Alle Angaben werden ihrem Umfeld entnommen, so daß Textsorte, Zeit, Ort, Stil, Version, Varianten, etc. immer präsent sind. An der internen Entwicklung des DEAF hat sich erwiesen, daß Kompilation nicht zur notwendigen Qualität führt. Die Vorgehensweise führt dazu, daß der Artikel von Grund auf mittels direkt den ersten Quellen entnommener Materialien aufgebaut wird. Er wird in allen Phasen von einem Redaktor eigenständig entwickelt und von diesem als Autor gezeichnet. Größere Probleme oder grundsätzliche Fragen werden in der Redaktion diskutiert. Jeder fertige Artikel wird von einem zweiten Redaktor gegengelesen; die daraus resultierenden Korrekturen setzt der Autor selbst um. (Zur Fremdlektüre, s. Punkt 20.)
Die Lexikographie des Altfranzösischen wird vollständig abgearbeitet. Die Belegwörterbücher bleiben wertvoll als Sammlungen, die durch den DEAF erschlossen werden. Die galloromanische, romanische, mittellateinische und englische Lexikographie werden einbezogen, wodurch dem europäischen Gesamtbezug zugearbeitet wird. Umgekehrt stützt sich die Lexikographie des Galloromanischen, des Romanischen, des Englischen, etc. auf die Resultate des DEAF. Zu einigen Wörterbuchredaktionen bestehen direkte Kontakte.
Der DEAF leistet Grundlagenforschung. Von der Durchsichtigkeit seiner Informationen und seiner Typographie her ist er zwar auch als Studienwörterbuch schnell konsultierbar, aber er dient vor allem als Forschungsinstrument für Lexikographen, Lexikologen, Historiker sowie Mediävisten aller Fachrichtungen und dient so der Anthropologie. Wörterbücher des modernen Französischen enthalten immer historische Angaben; etymologische Wörterbücher finden in Frankreich ein großes Publikum. Durch verschiedene Abschreibketten und durch Orientierung auf Profitmaximierung sind diese Wörterbücher aber immer fehlerhafter geworden; sie werden auf der Basis des DEAF neu bearbeitet werden. Durch die systematische Verknüpfung mit dem Mittellatein und das etymologische Bezugssystem sind Verbindungen zu den europäischen Sprachen und ihren Lexikographien gegeben. So kann auch die Germanistik aus der Romanistik Nutzen ziehen, etwa bezüglich der bereinigten germanischen Etymologien oder der Lehnwortforschung. In diesem Zusammenhang ist daran zu erinnern, daß die älteren europäischen Literaturen die altfranzösische in Teilen assimiliert haben.
Der DEAF entwickelte sich ausgehend von einem Plan für ein Handwörterbuch zu einem linguistisch-etymologischen Grundlagenwörterbuch (s. Punkt 20), das durch eine deutliche ‚Philologisierung’ zu einem innovativen Wörterbuchtypus wurde. Die Verknüpfung von linguistischen Ansätzen mit dem genauen philologischen Quellenstudium und mit einer intensiven Integration der Sachkunde führte zu einem Konzept, das inzwischen als Modell angesehen wird. Dazu gehört eine in ihrer Konsequenz neue Haltung des Lexikographen: Die stete, gewöhnlich explizite Kritik (vgl. Punkte 12, 13) der Quellen, der Sekundärliteratur (Fachartikel, Glossare) und der ‚Tertiärwerke’ (kompilative Wörterbücher) schafft eine Umgebung lebendiger Wissenschaft innerhalb der lexikographischen Arbeit. Diese Methode fand ihre Reife schon nach den ersten Faszikeln, gefördert durch die philologische Ausrichtung der qualifizierenden Arbeiten der Redaktoren. Das DEAF-Modell wirkt prägend in der romanistischen und anglistischen Lexikographie.
Die dem Konzept innewohnende Offenheit für neue oder neu erschlossene Materialien und die stete Berücksichtigung der neuesten Forschungsergebnisse verhindert zuverlässig ein Altern der in Publikation begriffenen Arbeit. Jeder Band enthält zudem Corrigenda und Addenda bis hin zu neuen Artikeln oder neu bearbeiteten Artikeln. Diese Aktualisierungen beschränken sich auf für die Sprachgeschichte wichtige Dinge, eine Erhöhung der Belegmenge wird nicht angestrebt (außer bei nur sporadisch belegten Wörtern). Der Zugriff auf diese Erweiterungen wird über die Indices gewährleistet, später über die elektronische Integration. Auch die Redaktion veraltet nicht: Fachliche Diskussionen, wissenschaftliche Arbeiten der Redakteure, betrieben als Hobby, Teilnahmen an internationalen Fachtagungen, Einbindung in die Fakultät, etc. verhindern eine Mechanisierung der Publikation ebenso wie der Redaktionsmodus ab ovo (s. Punkt 13). Die ideellen und materiellen Ressourcen der Redaktion dienen direkt der Nachwuchsförderung: Derzeit entstehen vier Dissertationen, die dem DEAF direkt entwachsen sind, davon zwei in Cotutelle mit der Sorbonne und mit Straßburg; ihre Resultate fließen in den DEAF ein.
Redaktoren / Autoren:
Technische Betreuung:
Hilfskräfte: derzeit 70 Stunden monatlich (Beate Kellmann, Sabrina Serbource)
Erstellung eines Fichiers für ein von Kurt Baldinger geplantes altfranzösisches Handwörterbuch durch Hilfskräfte am Lehrstuhl Baldinger in Heidelberg, kombiniert mit einem Fichier für ein romanisches Handwörterbuch auf altfranzösischer Grundlage, erstellt von Hilfskräften in Québec (bei Dr. Jean-Denis Gendron; Prof. Dr. Georges Straka, Strasbourg). Daraus sollte ‚ein kleines Französisches Etymologisches Wörterbuch des Altfranzösischen’ werden. Förderung durch den Conseil des Arts du Canada, Arbeitsstelle in Québec, aufgebaut ab 1968 von Frankwalt Möhren; erste Faszikel, überwiegend von Kurt Baldinger bei Forschungsaufenthalten 1969-1975 in Québec redigiert. Danach Redaktionsbüro in Heidelberg, seit 1975 aufgebaut und geleitet von Möhren (zunächst Assistentenstelle) als Teil des Lehrstuhls Baldinger. DFG-Förderung 1977-1983, eine Redaktorenstelle (A. Gier, dann, seit 1985, Möhren); Übernahme durch die ‚Bund-Länder-Kommission für Bildungsplanung und Forschungsförderung’ und Integrierung in die Heidelberger Akademie der Wissenschaften 1984: zur ersten Stelle BAT IIa kam (anstelle von Hilfskräften) eine BAT VIb ab 1983 (Thomas Städtler); zweite Stelle BAT IIa seit 1988 (anstelle der VIb-Stelle); dritte Stelle BAT IIa seit 1989 (Stefanie Wolf, Stephen Dörr) und halbe BAT VIb (Umwandlung in IIa 1991); dadurch dreieinhalb BAT IIa seit 1991.
Fachkollegen lesen die Druckfahnen mit: Faszikel G1-G7 Georges Straka (der in Québec auch einige Artikel redigierte), G4-G8 Baldinger, G5-G6 Leena Löfstedt (Helsinki/Los Angeles), G7 ff. Gilles Roques (Nancy), G8 ff. Jean-Pierre Chambon (Sorbonne), H3 ff. Takeshi Matsumura (Tokyo).
Die Finanzierung erfolgt(e) durch Universität, Conseil des Arts, DFG, Bund-Länder-Kommission, Akademie. Für die Erfassung des Buchstabens H konnten Sponsoren gewonnen werden.
Die Redaktion ist seit 1975 im gleichen Raum (31 m2; Computer ausgelagert) des Romanischen Seminars der Universität Heidelberg untergebracht. Sie verfügt über eine Handbibliothek (ca. 4000 Titel) im Raum; dazu, im Hause, Bibliothek des Romanischen Seminars, Bibliothek des Seminars für Mittellatein und Neulatein, in umliegenden Gebäuden die Bibliotheken der Anglisten, Historiker, Kunsthistoriker, Universitätsbibliothek, Semitisten, Theologen, Germanisten, Klassischen Philologen. Publizierte Konkordanzen (oft von sowieso gut bekannten Texten) und Dateien (publiziert, privat von Kollegen, on-line besonders zu neufranzösischen Texten) ergänzen den Fichier (ihre volleAufarbeitung würde die Redaktion lahmlegen).
Auf PCs werden die Wörterbuchlieferungen und die Bibliographie erfaßt und für den Druck aufbereitet (LaTeχ; XML), einschließlich Layout, Register- und Indexerstellung, postskriptfähig.
Eine Anbindung der Bibliographie an den HDHS ist vorgesehen.
Publikation in Lieferungen à 192 Spalten à 54 Zeilen à 48 Zeichen; jährlich mindestens eine Lieferung.
Indexbände zu jedem Buchstaben, da die alphabetisch angeordneten Artikel viele Ableitungen und Wortformen – auch anderer Sprachen – enthalten, die aus dem gesamten Alphabet stammen. Jeder Indexband enthält fünf Indices: 'Français, Autres langues, Etymons, Index inverse français, Index inverse étymons'.
Die Bibliographie erschien zweimal gedruckt, 1974 und 1993. Seit April 2002 ist die ständig aktualisierte Arbeitsfassung über das Internet zugänglich (mit einer Suchmaschine, die die punktuelle Konsultation ermöglicht). Sie wird erneut gedruckt, wenn sie als weitgehend abgeschlossen gelten kann. Die bibliographischen Arbeiten binden ca. 10% der Arbeitsleistung.
Die Gesamtherstellung aller Erzeugnisse bis hin zur Druckvorlage liegt in der Hand der Redaktion. Das bindet ca. 20% der Arbeitsleistung.
Verlag: zunächst Presses de l’Université Laval, Québec, in Kooperation mit Max Niemeyer Verlag, Tübingen, und Klincksieck, Paris; seit 1982 primär Niemeyer.
Als Derivate sind vorgesehen: ein elektronisch zugänglicher Schlüssel zum Wörterbuch, ein reduziertes aber mehrbändiges Werk, ein einbändiges Wörterbuch.
Dictionnaire étymologique de l'ancien français, fasc. G 1, gaaignepain - garder, p.p. K. Baldinger avec la collaboration de J.-D. Gendron et G. Straka [et al.], Québec (Presses de l'Univ. Laval) - Tübingen (Niemeyer) - Paris (Klincksieck) 1971; fasc. G 1, 2e éd., g - game, fasc. G 2, game - garnir, fasc. G 3, garnir - genoil, Québec - Tübingen - Paris 1974; fasc. G 4, genoil gibier, p.p. K.Baldinger [et al.], Tübingen - Québec - Paris 1982; fasc. G 5, gibier - glot, 1988; fasc. G 6 glot - gove, 1989; fasc. G 7, gove - graver, Tübingen - Québec 1993; fasc. G 8, gravilleïs - gromet, 1994; fasc. G 9-10, gromet - gyri, suivi d'Add. et Corr., 1995; Index G 1 - G 3, Québec - Tübingen - Paris 1974; Index G par Martina Fietz-Beck, Tübingen - Québec 1997; fasc. H 1, h - hardi1, 1997; fasc. H 2, hardi1 - herbergier, p.p. K.Baldinger sous la direction philologique de Frankwalt Möhren [et avec la collaboration de Thomas Städtler, Stephen Dörr et Sabine Tittel], 1998; fasc. H 3, herbergier - honte, 1999; fasc. H 4-5, honte - hyne2, suivi d'Add. et Corr., 2000; Index H par Sabine Tittel, 2000; fasc. I 1, i - increpation, 2001; fasc I 2, increpation - invasion, p. sous la direction de Frankwalt Möhren [et avec la collaboration de Thomas Städtler, Stephen Dörr et Sabine Tittel], 2002; etc. Citation par lettre, col. et ligne (p.ex. 'DEAF H 802, 37').
Dictionnaire étymologique de l'ancien français, Complément bibliographique 1974, rédigé par F. Möhren, Québec (Presses de l'Univ. Laval) - Tübingen (Niemeyer) - Paris (Klincksieck) 1974; entièrement remplacé par DEAFBibl 1993, p.p. F.Möhren, Tübingen - Québec 1993. Sera complété (version 'rédaction', tenue à jour, consultable sur le site du DEAF dep. 2002; sigle: DEAFBiblEl).
Vorwörter der Publikationen; Literaturlisten daselbst; Rezensionen dito. Eine Broschüre mit einer publikumsfähigen Darstellung kann angefordert werden; sie findet sich in ähnlicher Form auf der Homepage.
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Dictionnaire Etymologique de l'Ancien Français (DEAF)
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