Das Wörterbuch wird durch das Complément bibliographique erschlossen, welches – ausgehend von den DEAF-Sigeln – den Versuch einer kritischen Bibliographie des Altfranzösischen darstellt. Es verzeichnet alle Primärquellen (Lieder, Inventare, Gerichtsprotokolle, Heiligenleben, Kochbücher...), Sekundärquellen (Autorenwörterbücher, Untersuchungen zur Kostümkunde, Höfisches Leben, nautische Fachvokabulare...) und Tertiärquellen (Wörterbücher, die sich auf Sekundärquellen oder wiederum auf Wörterbücher stützen...). Es ordnet im Prinzip alle Texte den literarischen Genres zu, nennt alle Handschriften, datiert und lokalisiert alle Texte und Handschriften, listet alle Editionen auf und äußert sich zu ihrer Qualität. Das Complément bibliographique ist somit ein Schlüssel zur altfranzösischen Literatur, zur mittelalterlichen Sachforschung und zur französischen Lexikographie.
Die Bibliographie des DEAF wird permanent erweitert: die Zahl der bekannten Quellen wird immer größer, und das Wissen über diese Quellen nimmt täglich zu. Der letzte publizierte Zustand der Bibliographie (DEAFBibl 2007, 580 Seiten in-4°) enthält noch lange nicht alle Informationen und liefert doch Angaben zu nahezu 5000 Quellen, datiert 2500 alte Texten und zitiert 3600 Handschriften an 5600 Stellen. DEAFBibl 2007 enthält den Großteil der etablierten Sigel und bietet vielfältige Indizes und Konkordanzen, welche die Informationen unter verschiedenen Blickwinkeln erschließen und die Bibliographie zu einem Hilfsmittel der Philologie im allgemeinen machen. Die Funktionsweise der Bibliographie wird im Vorwort erläutert.
Die elektronische Fassung der Bibliographie (DEAFBiblEl), die einen Arbeitszustand abbildet und etwa alle drei Monate aktualisiert wird, ist zu einem eigenständigen Forschungsinstrument neben dem Wörterbuch geworden. Ihr Sigelsystem wird von Wörterbuchredaktionen und Fachzeitschriften verwendet. Monatlich wird sie derzeit von etwa 1300 Besuchern konsultiert, die über 3000 Suchanfragen stellen. Eine Vereinbarung mit dem Verlag gewährleistet den freien Zugriff auf DEAFBiblEl. Im Gegenzug erwarten wir von Wissenschaftlern, die dieses Forschungsinstrument nutzen, dass sie uns ihre Korrekturen und Beobachtungen mitteilen. Ebenso setzt die Übernahme bibliographischer Daten aus unserem Complément bibliographique in die kommentierten Bibliographien anderer Wörterbücher die Einhaltung der wissenschaftlichen Regeln voraus (siehe hierzu die Heidelberger Erklärung).
Zur Zeit (April 2011) beinhaltet DEAFBiblEl:
Die Informationen zu den einzelnen Sigeln sind entweder vollständig, können jedoch gegebenfalls weiter verbessert werden, oder unvollständig – letztere werden nach und nach vervollständigt und sind in der Bibliographie mit dem Zeichen ÷ kenntlich gemacht. Verweise vom Typ «ici en appendice» beziehen sich auf die Druckfassung DEAFBibl 2007.
Die Suchfunktionen in DEAFBiblEl bieten noch umfangreichere Recherchemöglichkeiten als die gedruckten Indices. Die Suchmaschine erkennt sowohl vollständige Eingaben – etwa 'BN fr.368' – als auch Teile von Informationen, wie zum Beispiel eine einfache Handschriftennummer: sucht man '368' im Suchfeld Handschriften, findet die Suchmaschine BN fr. 368, Ars. 3684, BN fr. 24368, BN nfr. 6368, BN nfr. 23686 und auch Ars. 2247 [1368] (!); die Suche nach 'pic.' im Handschriftenfeld liefert beispielsweise BN fr. 25566 [pic. prob. 1295], BN fr. 2039 [pic./wall. 2em.14es.], Bern 113 [bourg., qqs. traits pic. fin 13es.], BN fr. 60 [norm. pic. (surtout dans la 1e moitié), fin 14es.], sowie BN fr. Coll. de Picardie 159.
Dieser Vorteil bringt auch einen Nachteil mit sich: wenn sich das gesuchte Element nicht innerhalb einer mit XML-Markup versehenen Information befindet, liefert die Suche kein Ergebnis. Eine spielerische Herangehensweise seitens des Benutzers ist hier von Vorteil.
Die vorliegende Bibliographie verzeichnet naturgemäß edierte Texte. Sie beinhaltet jedoch ebenfalls Sigel, die sich auf nicht edierte oder nur zum Teil edierte Texte beziehen. Diese Sigel können über eine Suchanfrage nach 'inédit' im Feld 'Herausgeber/Forscher' der Suchmaschine angezeigt werden. Die auf diese Weise generierte Liste entspricht jedoch in keiner Weise einem Verzeichnis der Desiderata auf diesem Gebiet (cf. T. Matsumura ActesHiroshimaVoc 118f.).
AbbDev, AlexisPr3, AmAmPr2, AmDieuK, AmphYpL, AnsCartPr, Apol1, Apol4, AspremLan, AspremMazM, AuberiB, BalJosPr3, Bersuire, BersuireP, BibleAgn, BiblePar, BibleSeptEtatsM, BrutNobleC, BrutNobleL, ChevErrW, ChirRog3M, ChirRog4, ChirRog5, ChronBaud1K, ChronGuillNangisD, ChronRoiAnG, ChronSaintProf, CodeJust, CommPsIB, CommPsIC, CompSGen, CompilEstC, ConsBoèceAber, ConsBoèceBon, ConsBoècePierre, ConsBoèceRenAbr, Corb, CptChâtArt, CroisBaudriM, CroisSpaldM, DialGregTrav, Digestes, DistinctCharlH, DixCommNero, EchecsAmK, EchecsAmPrK, EchecsBakC, EchecsBern, EchecsNicA, EdConfPr1M, EdConfPr2, EpSBernDil, EvratContyAr, FaucMedL, FlorOctPr, GéomTrin; GlEvr3, GouvRoisArs, GouvRoisGauchyM, GuiChaul, GuillSat, HistAnc, HistAnc2RB, HistCharlPh, InstJustRich, IntrAstrD, JAntRect, JBelethLegDor, JDaudRem, JParoy, JVignayMir, JostPlet, LHorn, LapidMand2, LapidMand3, LegDorAn1, LegDorAn2, LegDorAn3, LegDorAn4, LegDorAn5, LegDorBel, LegDorVign, LegJMailly, LionBourgOctF, LunaireCh1, LunaireCh2, LunaireSal2Z, LunaireSal3, LunaireSalRen, MPolPip, MaccabPr2M, MarNDR, MédBerne, MirBonnes, MisereOmme, PCrapCurB, PCresc, PParPs, PeliarmB, ProphSeb, PsHex, PsLong, PurgSPatrCott, PurgSPatrPr, RegDijon2, RenContr1R, RenMontPr1, RenMontPr2, RobGrethEv, SClairePr, SDenisPr6, SFrançPr1, SGenDér, SGenPr2, SGenPr3, SGodric, SJérEp53R, SJérPréf, SMadDéc, SMadPr2, SMadPr3, SMadPr4, SMadPr5, SMadPr6, SMarieJesus, Sebille, SecrSecrPr1, SecrSecrPr2H, SecrSecrPr5, SecrSecrPr8, SecrSecrPr9, SecrSecrPr10, SenLucilE, SenLucilLib, SeptPechVesp, Serm, SongeAch1B, SongeAch2B, TancredOrd, TroieJFlix, TroieJofr, TroiePr1C, TroiePr2, TroiePr3, TroiePr6, TroiePr7, TroiePr8, TroisEnM, TroisMariesAnne, TroisMariesJean, VégèceRichT, VisTondArs.
| Bibliographische Arbeiten: | Eingabe und Kodierung in XML: |
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| Frankwalt Möhren | Hanna Khoury |
Konzeption und technische Umsetzung: Jette Klein-Berning, Sabine Tittel und Andreas Dafferner.
Bei Problemen wenden Sie sich bitte an den DEAF: deaf@urz.uni-heidelberg.de.