Die Bibliographie zum DEAF
Dictionnaire étymologique de l'ancien français -
Complément bibliographique
Druckfassung 2007
Das Wörterbuch wird durch die Bibliographie erschlossen. Sie verzeichnet alle Primärquellen (Lieder, Inventare, Gerichtsprotokolle, Heiligenleben, Kochbücher ...), Sekundärquellen (Autorenwörterbücher, Untersuchungen zur Kostümkunde, Höfisches Leben, nautische Fachvokabulare ...) und Tertiärquellen (Wörterbücher, die sich auf Sekundärquellen oder wiederum auf Wörterbücher stützen ...). Sie ordnet im Prinzip alle Texte den literarischen Genres zu, nennt alle Handschriften, datiert und lokalisiert alle Texte und Handschriften, listet alle Editionen auf und äußert sich zu ihrer Qualität. Da das Altfranzösische gut überliefert ist, ist die Masse der Quellen unüberschaubar. Die 2007 publizierte Bibliographie (580 Seiten in-4o) enthält noch lange nicht alle Informationen und liefert doch Angaben zu über 5000 Quellen, die Datierung von 2500 alten Texten und zitert 3600 Handschriften an 5600 Stellen. Vielfältige Register erschließen die Informationen und machen die Bibliographie zu einem Hilfsmittel der Philologie im allgemeinen.
Die Indices:
Chronologie:
Führt alle datierten Texte in chronologischer Reihenfolge auf. Wer also Texte aus
dem dritten Viertel des 13. Jahrhunderts sucht, braucht nur zwischen den Ordnungsziffern
1251 und 1275
zu schauen und findet 146 Texte.
Scriptae:
Sortiert lokalisierte Texte nach Sprachlandschaften und jeweils chronologisch. Wer also
anglonormannische Texte aus der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts sucht, findet 87 Texte.
Manuscrits:
Verzeichnet alle genannten Handschriften, zum Teil mit alten Standorten,
datiert und lokalisiert sie und verweist auf alle Sigel (Abkürzungen) in der
Bibliographie,
unter denen die Handschrift genannt ist. So gewinnt man einen Eindruck vom Inhalt einer
Handschrift, z.B. vornehmlich Lieder oder Rechtstexte.
Noms d'auteurs:
Nennt die Namen alter Autoren - etwa Adam de le Hale le Bossu, ein Pikarde, oder
Willame Giffard, ein francophoner Engländer aus Shaftesburg, der die Apokalypse ins
Französische übersetzte.
Noms d'éditeurs et de chercheurs:
Die Liste der Namen von Herausgebern und Forschern erlaubt oft den schnellsten Zugriff auf die
Materialien und die Recherche in Bibliothekskatalogen.
Concordances bibliographiques:
Verzeichnisse der äquivalenten Abkürzungen anderer Wörterbücher
(TL, AND, FEW) und der Ordnungsnummern von Bibliographien (Bossuat, Dean, etc.).
Concordances entre éditions et éditions ou
manuscrits:
Wertvolle Hilfe für das Auffinden von Belegen aus Handschriften oder alten Ausgaben in
neueren Textausgaben. Auch manche Sigelerklärungen enthalten kurze Konkordanzen (z.B.
MousketT und YonR).
Ein nach Sachgruppen geordneter Index soll später direkt allen
Geschichtswissenschaften dienen.
Die Bibliographie ist somit ein Schlüssel
zur altfranzösischen Literatur, zur mittelalterlichen Sachforschung und zur französischen
Lexikographie.
| Complément bibliographique 2007, redigiert von Frankwalt Möhren, XIX Seiten + 1031 Spalten + 47 Seiten, Niemeyer Verlag (ISBN 3-484-50616-9) |
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Bibliographie: Internetversion DEAFBiblEl |